Am 26. Dezember 2010 hat die EU-Kommission zum Abschluss der Werbekampagne "Europäisches Jahr gegen Armut" und pünktlich zum Weihnachtsfest ihre Vorstellungen zur "Europäischen Plattform gegen Armut" vorgelegt. Diese soll sicherstellen, dass die Mitgliedsstaaten ihrem in der Wettbewerbsstrategie "Europa 2020" gegebenen Versprechen nachkommen, 20 Millionen Menschen in der EU aus der Armut zu befreien. Doch trotzt hochgepriesener "Sozialer Querschnittsklausel" im Lissabonvertrag (Art. 9 AEUV - nicht zu verwechseln mit der von Gewerkschaten geforderten "Sozialen Fortschrittsklausel") und allseitigen Bekenntnissen zum "sozialen Kern" der EU, kennt die Realpolitik nur eine Richtung: Wettbewerbsfähigkeit im globalen Konkurrenzkampf. Vor allem Deutschland gibt dabei den Weg vor. Das zeigt nicht nur der Jahreswachstumsbericht 2011. Wie es im Kampf um ein soziales Europa auf EU-Ebene steht, lesen Sie hier: Analyse, Links und Dokumente zum Thema.